Lehrer

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Inhaltsverzeichnis

Lehrer Kompetenzen

Wenn ein Lehrer in seiner Arbeit erfolgreich sein will, muss er im Interesse einer effektiven Lehr-Lern-Situation bei den Schülern Autorität haben. Unter Autorität versteht man ein Verhalten, welches aus drei positiven Grundhaltungen besteht.

POWER / Energie

Schüler sind auf dem Weg; sie brauchen einen Lehrer,

   * der ihnen zeigt,wohin es geht,
   * der ihnen zeigt, was richtig und wichtig ist,
   * der ihnen auch etwas vormacht und somit authentisch ist,
   * der sie sachlich und nicht persönlich kritisiert,
   * der sie mit Fehlern bzw. Versäumnissen konfrontiert.

Schüler brauchen einen Lehrer,auf den sie sich fachlich und menschlich verlassen können. Der Lehrer muss Power haben. Power ist die geistig-seelische Energie, die Einfluss auf die Entwicklung der Schüler zeigt. Sie entsteht durch

   * eine solide Fach- und Methodenkompetenz,
   * durch psychischer Stabilität
   * und soziales Engagement.

PROTECTION / Ermutigung

Schüler sind noch nicht allen Anforderungen ihrer Lernaufgaben gewachsen. Sie brauchen einen Lehrer,

   * der für sie einsteht,
   * der sie ermutigt,
   * der darauf achtet, dass sie nicht allzu weit in die Irre gehen auf ihrem Weg in die 
     wachsende Selbstständigkeit.

Der Lehrer muss

   * Ermutigung und Schutz geben,
   * an die Schüler und deren prinzipielle Entwicklungsmöglichkeit glauben wollen,
   * positiv von ihnen denken,
   * sie vor allzu großen Fehlern bzw. Gefahren schützen.

PERMISSION / Erlaubnis

Schüler brauchen Spielräume, in denen sie ihre Selbstständigkeit erproben und festigen können. Um dies zu ermöglichen, muss der Lehrer eine wichtige Dimension seiner pädagogischen Rolle entdecken und diese bewusst pflegen: Selbstlos und umsichtig erlaubt er, dass der Schüler seinen Weg geht, indem er ihn in zunehmendem Maß selbst entscheiden läßt. Der Lehrer überlässt den Schüler nicht einfach sich selbst oder gewährt ihm Selbstständigkeit, indem er sich nicht mehr um ihn kümmert, sondert er agiert durch aktives Handeln.

Das geschieht,

   * wenn er dem Schüler hilft, Handlungsspielräume zu erkennen und zu nutzen,
   * wenn er ihn mit seiner Unselbstständigkeit konfrontiert,
   * wenn er ihm selbstständiges Handeln ausdrücklich erlaubt und dessen Wichtigkeit betont,
   * wenn er Lernsituationen so konzipiert, dass Selbstständigkeit ermöglicht, ja geradezu
     herausgefordert wird.

Autorität ereignet sich, wenn diese drei Grundhaltungen in der Person des Lehrers zueinander in einer lebendigen Wechselbeziehung stehen und von den Schülern akzeptiert werden können.

Was können Lehrer tun?

Lehrer und Schüler lieben Geschichten und Lehrer lassen gerne Geschichten interpretieren. Hier Eure Geschichte liebe Lehrer:

Eines Tages saß ein Frosch an einem Fluß. Ein Skorpion kam des Weges und sagte: "Herr Frosch, ich würde gerne den Fluß überqueren, aber ich bin ein Skorpion und kann nicht schwimmen. Wären Sie so freundlich, mich auf den Rücken zu nehmen und mit mir hinüberzuschwimmen?"
Und der Frosch sagte: 'Aber Sie sind ein Skorpion, und Skorpione stechen Frösche." Sagte der Skorpion: "Warum sollte ich Sie denn stechen? Ich möchte ans andere Ufer hinüber!" "Nun gut", sagte der Frosch, "steigen Sie auf meinen Rücken, und ich bringe Sie hinüber."
Sie hatten den Fluß zur Hälfte durchquert, als der Skorpion den Frosch stach. Der Frosch wand sich vor Qualen. Mit seinem letzten Atemzug sagte er: "Warum haben Sie das getan? Jetzt ertrinken wir beide!" "Weil", sagte der Skorpion, "ich ein Skorpion bin, und Skorpione stechen Frösche!"''

Welche Möglichkeiten haben Sie als Lehrer?

Laut Schulgesetz haben die Eltern ein Recht auf Bildung ihrer Kinder und Sie als Schule die Pflicht dafür zu sorgen, dass Bildung möglich ist. Mobbende Schüler verhindern das Recht auf Bildung in vielfältiger Form. Es muss sich also etwas verändern.

  • Sie werden an der Ausführung Ihrer Pflicht gehindert und das ist auch Ihr Ansatzpunkt. Kommen Sie nicht auf die Idee den Schüler "Karl" zu strafen, weil er den Schüler "Fritz" gemobbt hat. Diese Beweisführung dürfte Ihnen ziemlich schwer fallen. Im Handumdrehen haben Sie 'uneinsichtige' Eltern und jede Menge Beschwerden in der Schule.
  • Nehmen Sie die Störungen Ihrer Arbeit als Anlass zum Eingreifen. Berufen Sie eine Klassenkonferenz ein, um zu gewährleisten, dass Ihre Kollegen mit Ihnen an einem Strang ziehen. Das Thema an einem Pädagogischen Tag (- oder wie diese pädagogischen Besprechungen heissen mögen -) zu behandeln, ist eine gute Idee.
  • Informieren Sie den Gesamtelternbeirat und die Schulkonferenz über Ihre Beschlüsse. Verfallen Sie nicht dem Glauben, sie könnten wirklich beim Schüler etwas verändern, solange es "geil ist, ein Arschloch zu sein." Setzten Sie dafür klare Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen. Beachten Sie die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Einem Grundschüler Schulausschluss zu geben wäre ziemlich daneben.
  • Bleiben Sie konsequent. Wenn Sie Tagebucheinträge machen, dürfen sich diese nicht auf 20 oder 30 anhäufen, sondern müssen sehr rasch Konsequenzen haben. Sie machen sich sonst unglaubwürdig und lächerlich.
  • Schöpfen Sie in aufsteigender Reihenfoge die Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen aus, die Ihnen das Schulgesetz bietet. Scheuen Sie sich nicht, auch einen dauerhaften Schulausschluss zu vollziehen. Scheuen Sie sich auch nicht davor, der böse Lehrer zu sein. Der Böse ist am Schluss der Gute!

Es gibt dutzende von Unternehmen in der freien Wirtschaft, die im Falle des Mobbings sogar beiden - dem Mobber und dem Gemobbten - fristlos kündigen! Eine gute Idee ist es das Thema Mobbing - bzw. besser: "Die Würde des Menschen" - in verschiedenen Unterrichtsfächern zu behandeln. Soziales Lernen und somit Soziale Kompetenz werden immer wichtiger im Schulalltag. Schule muss diese Kompetenz vermitteln. Mit dem Begriff der Kompetenz ist ein Anspruch an Unterricht beschrieben, in welchem Schülerinnen und Schüler nicht als Objekte, sondern als Subjekte verstanden werden und eine vertrauensvolle Beziehungsstruktur zwischen Lehrenden und Lernenden besteht! Kompetenzerwerb hat Selbstzweck und dient der Persönlichkeitsentwicklung.

Stures Wissen pauken ist out und auch nicht mehr möglich, seit man weiss, dass sich das komplette Wissen der Menschheit innerhalb weniger Monate verdopplet, Tendenz steigend.

Formelle Reaktionen wie weiter oben beschrieben auf Mobbing sind sicher nur Notlösungen bzw. Schnellschüsse. Grundsätzlich ist die Unterrichtsstruktur zu verändern unter Einbeziehung der Schüler, auf partnerschaftlicher Ebene. Konflikte müssen dort gelöst werden, wo sie entstehen, z.B. auf Schülerebene.

Interventionsprogramm nach Olweus

Interventionsprogramm nach Olweus Ein bekanntes multimodales Programm gegen Mobbing an Schulen wurde von dem norwegischen Psychologen Dan Olweus in den achtziger Jahren entwickelt. Ziele dieses Programms sind die Einschränkung der Mobbingproblematik unter Schülerinnen und Schülern, die Schaffung von besseren Beziehungen unter Gleichaltrigen, eine allgemeine Verbesserung des Schulklimas und die Verhütung der Entwicklung von weiteren Mobbingproblemen. Die unterschiedlichen Maßnahmen sind folgende:

Schulebene:

  • Fragebogenerhebung, wobei der Ist-Zustand von Mobbing an der Schule eingeschätzt werden soll.
  • Pädagogischer Tag, an dem das Thema Mobbing in der Schule, im Hinblick auf die Ergebnisse der Fragebogenerhebung, und mögliche Gegenmaßnahmen diskutiert werden.
  • Schulkonferenz, auf der das Interventionsprogramm verabschiedet werden soll.
  • Verbesserte Aufsicht während der Pause und des Essens, wobei typische Gefahrenbereiche unter besonderer Beobachtung stehen und im Falle eines Mobbing-Vorfalles unverzüglich eingegriffen wird. Dabei sollte eine Nicht-Duldung von Mobbingvorfällen signalisiert werden.
  • Verschönerung des Schulhofes, um alternative Aktivitäten in den Pausen zu fördern.
  • Kontakttelefon, wobei Vertrauenspersonen der Schule als Ansprechpartner für Fragen zum Thema Mobbing bereitstehen.
  • Kooperation von Lehrern und Eltern, um Transparenz zu fördern und einen offeneren Umgang mit der Thematik zu gewährleisten.
  • Lehrergruppen zur Entwicklung des sozialen Milieus an der Schule. Innerhalb dieser Gruppen soll ein einheitlicher Standpunkt zum Umgang mit Mobbingproblemen erarbeitet werden. Diese Gruppen fördern weiterhin die gegenseitige Unterstützung und den Zusammenhalt innerhalb des Lehrerkollegiums.
  • Arbeitsgruppen der Elternbeiräte, die eine einheitliche Haltung aller Erwachsenen gegenüber Mobbing innehaben und präsentieren.

Klassenebene:

  • Aufstellen von Klassenregeln und Konsequenzregeln. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern werden Klassenregeln gegen Mobbing erarbeitet. Weiterhin wird festgehalten, wie im Falle von Beachtung (Lob) bzw. Missachtung (Strafe) zu verfahren ist.
  • Regelmäßige Klassengespräche, in denen die Einhaltung bzw. Nicht-Einhaltung der Klassenregeln ausgewertet wird.
  • Rollenspiele, mit ihnen oder anhand von Literatur werden typische Situationen dargestellt und bearbeitet.
  • Kooperatives Lernen, wird z. B. durch Gruppenarbeit erreicht, wodurch gegenseitige Akzeptanz und Toleranz sowie gegenseitige Unterstützung und Hilfeleistungen gefördert werden.
  • Gemeinsame Klassenaktivitäten, die sich positiv auf die Beziehungen innerhalb der Schülerschaft auswirken und ein Gefühl der Solidarität auslösen.
  • Zusammenarbeit von Lehrkräften und Klassenelternbeirat, um einen Austausch von Erfahrungen und Informationen und eine einheitliche Vorgehensweise zu gewährleisten.

Persönliche Ebene:

  • Führen von ernsthaften Gesprächen mit den Mobbern und Opfern. Gewalt bzw. Mobbing sollten in keiner Weise akzeptiert werden. Tätern ist unmissverständlich klarzumachen, dass und warum ihr Verhalten (nicht ihre Person) nicht toleriert wird und in Zukunft zu unterlassen ist. Dabei sollte der Schutz des Opfers oberste Priorität haben.
  • Führen von ernsthaften Gesprächen mit den Eltern beteiligter Schüler. So können gemeinsame Pläne mit den Eltern abgesprochen und bearbeitet werden und eventuelle Hilfeleistungen erfolgen.
  • Lehrkräfte und Eltern gebrauchen ihre Phantasie, um kreativ und individuell Lösungen für nicht akzeptable, bestehende Situationen zu finden.
  • Hilfe von neutralen Schülern. Das passive Verhalten von außenstehenden Beobachtern sollte in Richtung von Hilfeleistungen gelenkt werden.
  • Hilfe und Unterstützung von Eltern. Eine Zusammenarbeit und Unterstützung von Lehrern und Eltern sollte grundlegendes Ziel sein.
  • Etablieren von Diskussionsgruppen für Eltern von Tätern und Opfern, in denen gegenseitig Erfahrungen ausgetauscht werden können.
  • Klassen- oder Schulwechsel, wobei nach Möglichkeit der Täter versetzt werden sollte.

KONKRETE HANDLUNGSMODELLE - INTERVENTION

1. Schritt: Situationsauffassung und -bewertung

Affektkontrolle ( Emotionskontrolle) Das Erstverhalten ist so wenig als möglich von eigenen Affekten und Emotionen des Lehrers geleitet. Da bei einem bedeutenden Konflikt eine emotionale Beteiligung unvermeidlich ist, ist es umso wichtiger, die eigenen Emotionen zu kontrollieren, sonst werden die Chancen einer positiven Lösung von vornherein beeinträchtigt.

Allparteilichkeit Es müssen alle, die an der Gewaltaktion beteiligt waren, angesprochen und in die Problemlösung miteinbezogen werden. Auch wenn sich der Lehrer zunächst einem verletzten Schüler intensiver zuwenden muss, sollte im nachfolgenden Handeln deutlich werden, dass alle Beteiligten gleichberechtigt angesehen werden. Es darf keine vorschnelle Opfer-Täter-Zuschreibung erfolgen.

2. Schritt: Gewalt unterbinden

Gewalthandlungen beenden Lehrer, die gewalttätiges Verhalten gegen Personen oder Sachen beobachten, müssen durch ihr Eingreifen sofort klare Grenzen setzen und Gewalttätigkeit soweit wie irgend möglich unterbinden. „Wegsehen“ fördert Gewalttätigkeit.

Deeskalation Bei den Gewalt regulierenden Eingriffen dürfen Integrität und Würde der beteiligten Personen nicht verletzt werden. „Grenzüberschreitungen“ wie Anfassen oder Wegziehen sollten nur dem Ziel der Gewaltunterbindung dienen und dürfen nicht als vorweggenommene Strafmaßnahme erscheinen. Affektgeleitetes vorschnelles Intervenieren kann zur Verschärfung der Gewaltsituation führen bzw. den Lehrer unnötigerweise in den Konflikt hineinziehen.

Handlungsmöglichkeiten offen halten Der Lehrer sollte sich in seiner Empörung über das Verhalten von Schülern nicht vorschnell zu Drohungen oder Ankündigungen von Strafmaßnahmen hinreißen lassen. Diese könnten sich später bei genauerer Betrachtung des Konflikts als unangemessen oder unhaltbar erweisen. Beim Eingreifen in einen Konflikt ist es daher wichtig, sich alle weiteren Schritte offen zu halten und erst auf dem Hintergrund aller relevanten Informationen das weitere Handeln zu entwickeln.

3. Schritt: Festlegung der nächsten Handlungsschritte

Handlungsaufschub In dieser Phase gwinnt der Lehrer Abstand von den vorhandenen Emotionen und kann in Ruhe darüber nachdenken, welche weiteren Schritte jetzt zu unternehmen sind. Er darf sich die Zeit für einen Handlungsaufschub gönnen, um dann mit klarem Kopf an die nachfolgenden Maßnahmen heranzugehen. Die Zeit für einen Handlungsaufschub wird sich in Kürze „amortisiert“ haben.

Alternative Konfliktbewältigung Den Beteiligten und den Beobachtern wird durch das Eingreifen des Lehrers auch deutlich, dass dieser nicht nur diese gewaltsame Art der Konfliktlösung missbilligt; der Lehrer zeigt ihnen auch – durch Wort und Tat – sein Bestreben, alternative Formen der Konfliktbewältigung zu entwerfen und einzuführen. Folgeverhalten

4. Schritt: Erweiterung der Informationsbasis

Hier muss Folgendes geklärt werden: Das Geschehen: was ist geschehen, wer ist beteiligt, was war vorher? Die Erfassung der Ausgangsbedingungen; die Verdeutlichung unterschiedlicher Sichtweisen; die Durchführung des „Perspektivenwechsels“: ich „stecke in den Schuhen des anderen“ und betrachte von dort aus unsere Auseinandersetzung; die Darstellung des Normenrahmens, der Spielregeln.

5. Schritt: Zielbestimmung

Hier sind für die Konfliktpartner bzw. mit ihnen folgende Punkte zu klären: Was will ich erreichen? Was soll sich ändern? Ist mein Ziel realistisch? Ist eine Aufgliederung in Teilzielen besser? Welche Lösungsalternativen gibt es? Was haben die anderen Beteiligten für Ziele? Wie können die unterschiedlichen Ziele zu einem gemeinsamen Ziel umformuliert werden?

6. Schritt: Planung und Realisierung der Maßnahmen

Die Maßnahmen können sich auf das Gewaltverhalten direkt beziehen (Entschuldigung, Wiedergutmachung) oder auf die Ursachen des Konflikts: Welche Personen sollen in die Überlegungen und Gespräche einbezogen werden? Wie soll der Zeitplan für die Veränderungsmaßnahmen aussehen? Wer führt wann welche Schritte aus?

7. Schritt: Verlaufs- und Erfolgskontrolle

Hier sind folgende Aspekte zu berücksichtigen: Waren die Ziele zu weit gesteckt? Konnte der Zeitplan eingehalten werden? Ist das Fehlverhalten verschwunden? Haben sich die auslösenden Bedingungen abgeschwächt? Wie schätzen die betroffenen Schüler die Veränderungen ein? Zeigen sich alle mit den erreichten Zielen zufrieden?

Von der Intervention zur Prävention

Achten Sie schon

   * auf erste Anzeichen des Leids und Kummers bei Ihren Schülern,
   * Verschlechterung der Leistung,
   * vorgetäuschte Krankheit,
   * Absonderung von der Gruppe,
   * der Wunsch, sich in der Nähe von Erwachsenen aufzuhalten und
   * unregelmäßige Teilnahme am Unterricht.

Auch wenn diese Symptome durch andere Probleme verursacht sein können, sie können Anzeichen von Mobbing sein.

   * Hören Sie aufmerksam Schülergesprächen zu und notieren Sie sich alle Vorfälle.
   * Bieten Sie dem Opfer sofort Unterstützung und Hilfe an und veranlassen Sie, dass umgehend
     schulischen Maßnahmen getroffen werden.
   * Machen Sie dem Täter und seinen Eltern (auch schriftlich ) klar, dass dieses Verhalten
     unakzeptabel ist und welche Folgen eine Wiederholung haben wird.
   * Sorgen Sie dafür, dass alle zugänglichen Orte während der Pausen und auch unmittelbar nach
     Schulschluss kontrolliert werden.
   * Greifen Sie bei der Bekämpfung von Mobbing/Gewalt auf alle Mitglieder der Schulgemeinschaft
     zurück und diskutieren Sie die folgenden Möglichkeiten in der Klasse: Schülerteams können bei
     der Lösung des Problems eingesetzt werden. Die Schüler können ebenso ermuntert und eingesetzt
     werden, um verängstigten Kindern und Neuankömmlingen das Gefühl des Angenommenseins zu 
     vermitteln. Geschlechtsbezogenes
   * Ausländerbezogenes Fehlverhalten sollte mit den Schülern besprochen und verbessert werden.

Wenn der "Fall" eingetreten ist ...

   * Das Opfer stellt das Ereignis aus seiner Sicht schriftlich dar.
   * Auch der Täter berichtet den Vorfall schriftlich.
   * Mindestens ein Lehrer protokolliert seine Gespräche mit Opfer und Täter.
   * Die Eltern der beteiligten Kinder erhalten Kopien der oben genannten Berichte. Die Berichte
     werden für eine bestimmte Zeit in den Akten der betreffenden Kinder aufbewahrt.
   * Die Eltern der Kinder werden aufgefordert, zum Vorfall und zur Vorgehensweise der Schule,
     schriftlich Stellung zu beziehen.

Weiterführende Links

Schulen
Prävention
Konflikt - Mobbing und Gewalt in der Abgrenzung

Literatur

Bründel, Heidrun/Hurrelmann, Klaus, Gewalt macht Schule. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. Beltz,Weinheim/Basel, 2007

Alsaker, Fancoise Quälgeister und ihre Opfer Mobbing unter Kindern wie man damit umgeht, Huber-Verlag Bern 2003

Bauer, Joachim Das Gedächtnis des Körpers 10. Aufl. Piper Zürich 2007

Becker, Georg Lehrer lösen Konflikte. Handlungshilfen für den Schulalltag  Beltz Weinheim Basel 2006

Blum, Heike; Beck, Detlef Mobbing: Hinschauen, Handeln. No blame approach. Ein Mobbing-Interventionsansatz ohne Schuldzuweisung. www.no-blame-approach.de

Gerd Gigerenzer Bauchentscheidungen. Die Intelligenz des Unbewussten! Wissenschaftsbuch des Jahres 2007!
Gute Entscheidungen basieren oft auf einer unbewussten Intelligenz, die sehr schnell operiert und gerade in komplexen Situationen faszinierend einfach ist, sicher im Erkennen des Wesentlichen und logischen Abwägungen weit überlegen.

Gordon, Th.:Lehrer-Schüler-Konferenz Wie man Konflikte in der Schule löst.“ München 1993

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